Das Museum begeistert! Erste O-Töne vom Eröffnungstag gibt’s hier!
Enthusiastic visitors on the opening day! Look and see!

Ein erlebnisreicher Parcours, der Raum für Raum, entlang unterschiedlicher Aspekte des Themas “Feuerwehr” führt. Er beginnt beim „Feuer“, einem elementaren Baustein des Lebens, dessen Nutzen und Gefahr uns täglich begleitet, zeigt „Ereignisse“, die die Entwicklungen der Feuerwehren voran trieben, und führt schließlich über „Tätigkeiten“ sowie „Protagonisten“ (die Menschen „hinter“ den Feuerwehreinsätzen) bis hin zu „Werkzeugen“, den wichtigen Hilfsmitteln früher und heutiger Feuerwehren.
An exciting  journey leads  through different aspects of the world of firefighting:  It begins with “Fire”, an essential part of human life, that is threat  and benefit at the same time. “Events” shows important historic incidents that pushed the creation of fire departments. Followed by the room “Activities” and “Protagonists” (showing the people “behind” the mission), the journey ends with “Tools”: essential devices for firefighting and their evolution through the ages.

Wie hat man früher Feuer bekämpft? Was hat Kaiser Augustus mit der Feuerwehr zu tun? Die Feuerwehr, wie wir sie heute kennen, existiert noch nicht sehr lange. Im Bereich Ereignisse erfährt man mehr über die Gründung der ersten Feuerwehren, wie man früher Feuer bekämpfte, und welche Aufgaben unsere heutige Feuerwehr hat. Ein räumliches Design verdichtet die Entwicklung des Feuerwehrwesens, vom antiken Rom bis in die Gegenwart. Einen Schwerpunkt bilden die unterschiedlichen Vertiefungs- und Erlebnisebenen der vielfältigen Exponate.
How did people fight fire in former times? How was imperator Augustus involved in firefighting? Fire departments as we know them today don’t exist for such a long time. The room “Events” provides an insight into the creation of the first fire departments, how people fought fire before that and highlights the extended field of duty of modern fire departments. The interior design of the room reflects this development, leading from the ancient Rome to present times. Various exhibits contribute to a vivid experience of historic firefighting.

Ganz unterschiedliche Geschichten von Opfern und ihren Rettern sind im Bereich Protagonisten erlebbar. Hier erfährt man mehr über die Menschen hinter der Uniform: Ihre Motivation, Glück, Angst, Frust und Freude. Wie rufe ich die Feuerwehr, wenn es brennt? Und was ist Feuerlärm? Die 112 kennt jeder. Doch wie funktionierte die Brandmeldung früher? Drei große Zahlenblöcke laden zum Entdecken ein.
Stories from different points of view (from victims and their saviors) are shown in the room „Protagonists“. Visitors learn more about the people “behind the uniform”: their motivation, good and bad moments. Calling the fire service is easy today, everyone knows the 112, but how was that in former times? Three huge numbers forming the 112 invite visitors to explore that topic.

Das gesamte Konzept in Wort, Bild und Interaktion ist im Hinblick auf eine breite Zielgruppenansprache entwickelt. Für Feuerwehrleute genauso wie für Schulklassen und Familien. Im Mittelpunkt steht das Mitmachen! Knoten üben, pumpen, stemmen, heben: Wie schwer die Arbeit der Feuerwehren ist, kann in allen Räumen physisch nachvollzogen werden. Zeitgemäßes Ausstellungserlebnis statt klassischer Exponateschau – dafür sorgt ein klares, visuelles Erscheinungsbild, und der raumgreifende Grafikeinsatz.
The whole concept of the museum is designed for a broad target group (ranging from firefighters to school classes or families) and with a strong focus on a hands-on exhibits. By practicing knots, lifting heavy tools, using an old fire hose, visitors learn more about the physically demanding work of firefighters. The clear visual concept and large wall graphics add to a contemporary museum experience.

Im Einsatz sind Feuerwehrleute vielen Gefahren ausgesetzt. Im Bereich Werkzeuge erfährt der Besucher, warum die persönliche Schutzausrüstung so wichtig ist, und wie sie sich im Laufe der Zeit verändert hat. Ein Hochregal gefüllt mit großformatigen Feuerwehrgeräten lädt zum Entdecken ein. Die mediale Interaktion unterstützt die Kommunikation und Vertiefung der Themen.
Firefighting is dangerous! That’s why proper protective clothing is of utmost importance. How protective clothing and other devices changed through the ages can be discovered in the room “Tools”. Medial interfaces allow the in-depth study of exhibits.


Zwei pfiffige Charaktere begleiten Kinder und Jugendliche durch das Museum und sorgen für kurzweilige Informationsvermittlung: Flori, der sprechende Feuerwehrhelm und sein Kumpel Flammi, der Nutzen und Gefahren des Feuers in einer Person vereint.
Two smart characters accompany children through the museum, providing inspiring information: It is Flori, the speaking fire helmet,  and his buddy Flammi, who unites the good and the bad of the element fire in one person.

Vom Museum zur Erlebnismarke: Neben Namen und Erscheinungsbild sorgen Merchandising-Produkte und CI für Print und Web für einen wiedererkennbaren, ganzheitlichen Auftritt.
From museum to brand experience: the visual identity developed for the museum includes the logo, web and print design as well as merchandise products.

verleihung

Foto:Lutz Sternstein

Um es mit den Worten der Jury vom Designpreis Rheinland-Pfalz 2014 zu sagen: „Retten, bergen, löschen, schützen“ – im  kommunalen feuerwehr erlebnis museum, das am 10. April 2014 in Hermeskeil (Rheinland-Pfalz) eröffnet wurde, wird Feuerwehrgeschichte in einem neuen zweigeschossigen Museumssgebäude auf über 1.000 qm Ausstellungsfläche so spannend und interaktiv vermittelt, dass die Faszination und der Schrecken des Feuers alle Sinne des Besuchers berührt. Mit einem klaren visuellen Erscheinungsbild und dem raumgreifenden Einsatz von Ausstellungsgrafik sowie durch den Wechsel verschiedener Informationsebenen, durch mediale, audiovisuelle und haptische Angebote, durch exemplarische technische Geräte und Mitmachstationen, an denen selbt erkundet, entdeckt, geübt, physisch nachvollzogen und emotional miterlebt werden kann, gelang es der Kölner Agentur dreiform, einen „sprechenden“ Parcours durch die Dauerausstellung zu schaffen. Jenseits der klassischen Exponateschau mit lokalem oder regionalem Anspruch verknüpf er die Darstellung der Entwicklung des Feuerwehrwesens von der Antike bis in die Gegenwart partizipativ mit zeitgemäßer Brandschutzaufklärung und -erziehung.
Dr. Annette Ludwig