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Die Produktive Stadt

Quartiersprogrammierung Landeshauptstadt Stuttgart

In Zusammenarbeit mit ASTOC Architects and Planners und im Auftrag des Amts für Stadtplanung und Wohnen der Landeshauptstadt Stuttgart haben wir einen Modulbaukasten zur strategischen Entwicklung innerstädtischer Mischgebiete konzipiert. Als praxisnahes Werkzeug für die Transformation des Lebens- und Arbeitsraums Stadt: Zukunft aktiv gestalten.

Konzeptstudie Neue Mischgebiete

Im Rahmen der Studie wurde ein flexibles Quartiersentwicklungsmodell konzipiert, das in ausgewählten Testquartieren in Stuttgart überprüft wurde. Ziel der Studie ist es, mehr Diversität und Nutzungsvielfalt in die städtischen Quartiere und Nutzungsprogramme zu bringen und neue produktive Mischungen zu initiieren sowie Wege aufzuzeigen, wie diese in lebendigen Projekten umgesetzt werden können.

Das Ziel ist die Entwicklung eines verständlichen Leitbildes für neue Stadtquartiere. Dabei helfen Zukunftsgeschichten als Katalysator von perspektivischen Entwicklungsprozessen.
Clemens von Gizycki
(dreiform)

Narrative für Mischquartiere

Der Mensch ist ein erzählendes Wesen – Geschichten sind Ausdruck unserer Identität, unseres Bewusstseins und unserer Beziehungen zur Welt und zu anderen. Das stimmige und nachvollziehbare Erzählen ist ein Prozess des Verbindens und Verknüpfens von vorhandenen und zukünftigen Bausteinen eines neuen Areals. Relevante Beziehungen müssen erkannt, hergestellt und kombiniert werden, um unterschiedlichen Informationen einen übergeordneten Sinn zu geben und etwas Neues darstellen zu können.

Gute Geschichten knüpfen schlüssig an bestehendes an und stellen es in ein neues Licht. So erzeugen sie Orientierung und schaffen Motivation, sich daran zu beteiligen. Die Förderung einer damit verbundenen offenen Kommunikation ermöglicht Austausch und stimuliert eine positive Veränderungsenergie.

Gebietskonzept - Quartiersprofil - Nutzerkonzept

Die Entwicklung tragfähiger und praxistauglicher Quartierskonzepte ist in hohem Maß davon abhängig, wie die Bedürfnisse und Erwartungen der zukünftigen Nutzer:innen in Prozess und Ergebnis einbezogen werden. Zielgruppengerechte Lösungen mit funktionalen und emotionalen Mehrwerten sind der Schlüssel für eine erfolgreiche Akzeptanz und leiten sich direkt aus dem definierten Quartiersprofil ab.

Strategie & Kontext

  1. Fragestellungen

    Wie entwickeln wir attraktive und verständliche Leitbilder für neue Stadtgebiete? Welche Zukunftsgeschichten können wir erzählen, die an die Lebenswelt der zukünftigen Nutzer glaubwürdig anknüpfen? Welches Big Picture ist stimmig und funktioniert in der Wirklichkeit?

  2. Analyse vorhandener Standort-Qualitäten

    Was ist hier spezifisch? Was zeichnet den Ort vor allem aus? Was gibt es hier Besonderes? Wofür steht der Ort? Was kann der Kern einer neuen Konzeption sein?

  3. Bedürfnisse in Quartier, Stadt, Region

    Welche Themen haben noch keinen Ort gefunden? Welche Angebote fehlen bisher? Welche Nutzergruppen haben bisher keinen eigenen Ort?

  4. Gesellschaftliche Trends und Entwicklungen

    Welche neuen Entwicklungen bringt die Zukunft – was sind die Megatrends? Wie sind regionale oder kommunale Entwicklungen? Was bedeuten diese Entwicklungen für unsere Quartiere? Welche neuen Konzepte entstehen in der Nachbarschaft und anderswo?

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